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O Magnum Mysterium

Chormusik zur Adventszeit
Werke von Palestrina, Vittoria, Bach, Reger, Lauridsen u.a.

Samstag, 7. Dezember 2019 um 15:30 Uhr, Basilika Kloster Steinfeld (Hermann-Josef-Straße 4, 53925 Kall)
Sonntag, 8. Dezember 2019 um 18:00 Uhr, Kreuzbergkirche Bonn (Stationsweg 21, 53127 Bonn)
Der Eintritt ist frei.

Unser Programm führt an eine Art musikalischer Weihnachtskrippe: Lieder aus verschiedenen Zeiten, Kulturen und Ländern, bekannte und unbekannte, besingen das große Wunder von Christi Geburt. Es hat Komponisten bis in unsere Zeit hinein beschäftigt und fasziniert. Die Tiere im Stall, Josef, Maria, das auf Stroh gebettete Kind, der kalte Winter, ein dorniger Wald, finstere Nacht und funkelnde Sterne – das sind die Motive in vielen Schlaf-, Wiegen-, Hirtenliedern und in den Gesängen der Maria. Geprägt sind diese Stücke in allen Kulturen von Erwartung und Vorfreude, Anbetung und Bewunderung. 

Die beiden titelgebenden Kompositionen setzen den Rahmen:
Der Priester Tomás Luis de Victoria (da Vittoria), 1548 bis 1611, gilt als bedeutendster Kirchenkomponist der spanischen Renaissance. Morten Lauridsen, geboren 1943 in den USA,  komponiert fast ausschließlich Vokalmusik, seine 1994 entstandene moderne Version hat ihn weltberühmt gemacht. Der Text, den beide verwendet haben, ist in der katholischen Kirche Bestandteil des Nachtgebets in der Christnacht.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden in unserem Programm einige Christmas Carols aus dem englischsprachigen Raum: Christmas Carols sind äußerst populär in Großbritannien und gehören dort zu Weihnachten wie Plumpudding, gebratener Truthahn und Mistelzweige. Ursprünglich waren die Carols Begleitmusik zu Reigentänzen, was man noch an ihrem Rhythmus spüren kann. Später wurden sie Teil mittelalterlicher Mysterienspiele und zur Illustration biblischer Geschichten eingesetzt. Damit gelangten sie auch ins kirchliche Umfeld. Irgendwann gerieten sie in Vergessenheit und wurden erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Heute gibt es auch immer wieder Neukompositionen, die zeigen, dass das Genre nichts an Popularität eingebüßt hat.

Cornelia Rabitz